Erfolg ist kein Sprint.

Echte Erfolge

brauchen Ausdauer.

Erfolg ist kein Sprint.
Echte Erfolge brauchen Ausdauer.

Karin Welge echte Erfolge

Nachdenken. Dranbleiben. Und dann das Problem lösen.

Seit 2011 bin ich in und für Gelsenkirchen tätig. Zunächst als Sozialdezernentin, dann als Kämmerin und Stadtdirektorin. Ich habe in dieser Zeit Verantwortung für unsere Stadt übernommen. Im Alltag, aber auch dann, als es wirklich zählte. Als wichtige Entscheidungen anstanden. Ich habe mehrfach bewiesen, dass Gelsenkirchen auf mich zählen kann. Auch im Ernstfall.

Krisenerprobt und nicht so leicht zu erschüttern

Während der Flüchtlingskrise stand ich als Sozialdezernentin unmittelbar in der Verantwortung, die Aufnahme zahlreicher Flüchtlinge in unserer Stadt möglichst gut zu organisieren und auch die Akzeptanz der Bevölkerung dafür sicherzustellen. Keine ganz einfache Aufgabe. Niemand war auf die Ankunft so vieler Menschen vorbereitet, weder in Gelsenkirchen noch andernorts. Aber unsere Stadt hat geholfen. Dezentralen Unterbringung und eine offene Kommunikation waren die Erfolgsbringer und eine gute Strategie.

Mittlerweile bin ich Kämmerin, Stadtdirektorin und Leiterin des Gelsenkirchener „Krisenstabes“. Der wird nur im Bedarfsfall einberufen. 2020 war der Bedarf da. Im Frühling. Corona. Bisher ist alles sehr moderat für uns Gelsenkirchener verlaufen, das hat viel mit der guten Aufstellung und Zusammenarbeit in unserem Krisenstab zu tun.

„Echtes Miteinander“ muss man leben. Nicht bequatschen.

Vom guten Miteinander und von Partizipation reden viele. Ich auch, denn ich weiß sehr genau: Eine Stadt kann man nur im Zusammenspiel voranbringen. Ich weiß aber auch, dass man dafür etwas tun muss. Man muss zuerst einmal zuhören. Aufeinander zugehen. Die Anderen verstehen und ernst nehmen. Und dann bereit sein, seinen eigenen Beitrag zu leisten.

Als Kämmerin habe ich mit den Bezirksforen einen Weg gefunden, die Gelsenkirchener Vereine, Initiativen und Gruppen in einem Stadtbezirk an der Vergabe von Haushaltsmitteln zu beteiligen. Für mich ist ganz klar: Die Menschen im Stadtteil wissen doch am besten, was ihr Stadtteil braucht!

Zunächst war es ein Experiment. Jetzt ist es eine Erfolgsserie und findet jedes Jahr statt. Weil die Gelsenkirchenerinnen und Gelsenkirchener in den Bezirksforen gleichermaßen engagiert und rücksichtsvoll miteinander diskutiert haben. Dieser Erfolg lokaler Demokratie macht mich stolz! Und wir haben fair geteilt. Ob es nun Parkbänke, Sommerfeste, Fahrradhelme oder Judomatten waren. Entschieden haben die Bürger in ihren Stadtvierteln, was ihnen wichtig war. Wir machen weiter.

Teilhabe. Heißt auch Teil sein…

…einer Gesellschaft, einer Stadt. In meine Amtszeit als Sozialdezernentin haben zahlreiche gesellschaftliche Gruppen zum Gelsenkirchener Appell zusammengefunden, zu einem starken Statement für einen sozialen Arbeitsmarkt. Mit diesem eindeutigen Rückhalt habe auch ich jahrelang gegenüber Bund und Land für den Sozialen Arbeitsmarkt geworben. Und jetzt haben wir ihn.

Gut 600 Langzeitarbeitslose aus unserer Stadt bekommen wieder eine Chance, ins Arbeitsleben zurückzukehren. Gut 600 Mal wird dieses Angebot einen echten Unterschied machen. Gut 600 Frauen und Männer erleben endlich, wieder gebraucht zu werden – und das, weil wir, Gelsenkirchenerinnen und Gelsenkirchener, für sie eingesetzt haben.

Ausgeglichen hört sich gut an.

Als Kämmerin hatte ich die Ehre, den ersten ausgeglichenen Gelsenkirchener Haushalt nach fast 30 Jahren vorzulegen. Und das, ohne die Hand an wesentliche kommunale Leistungen zu legen. Das hat mir sehr gefallen. Könnte so weitergehen.